Welcher Rasentraktor passt zu mir? – In vier Fragen zum Ziel

Die Wahl zu haben kann mitunter ziemlich einschüchternd wirken, gerade, wenn es um Rasentraktoren geht. Allein in unserem Shop stehen Ihnen über 200 verschiedene Modelle zur Auswahl, jedes einzelne davon mit unterschiedlichem Funktionsumfang und anderen Leistungsdaten.

Um Ihnen die Entscheidung für den richtigen Rasentraktor zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Kriterien für Sie übersichtlich gegliedert und aufgeführt. Schritt für Schritt grenzen Sie so die Auswahl ein, um schlussendlich die für Sie beste Maschine zu finden.

Als Experte zur Seite steht uns dabei MotorLand-Kundenberater Daniel Brandt. Mit acht Jahren Erfahrung im Motorbereich hat er nicht nur reichlich Benzin im Blut, sondern weiß vor allem, worauf es ankommt, wenn es um die Wahl des passenden Rasentraktors geht.

Der richtige Rasentraktor: Die vier alles entscheidende Fragen

Bevor Sie sich stundenlang durch Datenblätter quälen und endlose Vergleiche anstellen, rät unser Experte Daniel Brandt dazu, sich stattdessen die folgenden vier Fragen zu stellen. Denn mit jeder Antwort eliminieren Sie mögliche Kandidaten und gelangen schnell und einfach zu Ihrem perfekten Rasentraktor.

Frage #1: Welches Budget habe ich zur Verfügung

Einen Rasentraktor packen Sie nicht einfach im Vorbeigehen in Ihren Einkaufswagen. Denn als professionelle Arbeitsmaschinen, die Sie über Jahre begleiten, stellen diese Geräte keine Investition von wenigen hundert Euro dar. Ein logischer Grund also, die Entscheidung für den perfekten Rasentraktor gründlich zu planen.

Die Preisspanne ist dabei fast so enorm wie das Angebot an Geräten. Einsteigermaschinen für kleinere Grünflächen erhalten Sie bereits ab 1.500 Euro. Spitzenmodelle für den privaten Bereich können auch schon mal das Zehnfache kosten und mit bis zu 15.000 Euro zu Buche schlagen. Profigeräte für den kommerziellen Einsatz in der Landschaftspflege oder dem Agrarsektor erreichen Preise von über 50.000 Euro.

Ihr Budget zu kennen, schränkt die Auswahl deshalb bereits deutlich ein. Pokern Sie nur nicht zu tief und ignorieren bei der Preisfrage alle weiteren Kriterien. Denn bereits eine kleine Mehrinvestition kann Ihnen Woche um Woche viele Stunden Arbeit bei der Mahd ersparen.

Frage #2: Was soll mit dem Schnittgut passieren?

Das zweite Kriterium, mit dem Sie zahlreichen Rasentraktoren schnell ein K.O. versetzen und so zur Auswahl des besten Modells gelangen können, ist die Frage nach dem Rasenschnitt. Was soll mit ihm geschehen? Folgende Optionen stehen Ihnen zur Verfügung:

Mulchen: Für natürliche Rasendüngung

Mulchen hat den Vorteil, dass das Schnittgut kleingehäckselt und hinter Ihrem Rasentraktor gleichmäßig als biologischer Dünger auf der gemähten Fläche verteilt wird. So versorgen Sie Ihren Rasen auf natürlichem Weg mit zahlreichen Nährstoffen.

Auffangen: Für das perfekte Schnittbild

Vielen Gärtnern allerdings missfällt die Optik einer gemulchten Grünfläche; oder vielleicht möchten Sie den Rasenschnitt als Tierfutter verwenden; eventuell kommt Mulchen auch gar nicht infrage, weil auf der Rasenfläche Fußballspiele ausgetragen werden sollen – dann würden statt dem Ball Mulch und Spieler fliegen. In jedem Fall ist ein Traktor mit Auffangkorb die richtige Wahl.

Beide Optionen: Für den flexiblen Gärtner

Eventuell ziehen Sie es auch vor, nur in den wachstumsstarken Perioden des Jahres zu mulchen und den Schnitt für den Rest der Saison aufzufangen. Hier sollten Sie sich für einen Rasentraktor entscheiden, der beide Varianten beherrscht.

Unerwähnt darf an dieser Stelle nicht bleiben, dass Sie die Mulchoption bei zahlreichen Rasentraktoren mit einem Mulchkit nachrüsten können. Sind Sie also noch unsicher, greifen Sie zu einem Rasentraktor ohne Mulchwerk und bauen dieses später einfach an.

Frage #3: Wie groß ist die Mähfläche?

Großer Garten mit Gehweg
Auch Gehwege sind nicht immer einfach zu umkurven


Das nächste wichtige Kriterium für die Auswahl des richtigen Rasentraktors ist die Größe der zu mähenden Fläche: Je ausgedehnter das Areal, desto größer sollten die Schnittbreite und die Mähgeschwindigkeit Ihres Traktors sein. Denn einen durchschnittlichen Großstadtgarten mit der Profimaschine zu schneiden ist ebenso sinnfrei, wie die Bearbeitung eines halben Hektars Land auf einem einfachen Rider.

Unser MotorLand-Profi Daniel Brandt empfiehlt, sich an diese Faustregel zu halten:

  • Bis 1.000 m² reicht ein kleiner Rider vollkommen aus. Die Arbeit lässt sich in einer überschaubaren Zeit erledigen und gerade auf kleineren Grundstücken ist die Wendigkeit eines Riders häufig von Vorteil.
  • Ab 1.000 m² sollten Sie sich für einen Aufsitzmäher entscheiden. Hier finden Sie das optimale Verhältnis aus Preis und Leistung, ohne dass die Mahd zu einer Aufgabe wird, die das ganze Wochenende in Anspruch nimmt.
  • Ab 2.000 m² führt an einem echten Rasentraktor mit Zweizylindermotor kein Weg mehr vorbei. Kleinere Maschinen sind mit solch großen Rasenflächen maßlos überfordert und das Gras wäre vorne schon wieder nachgewachsen, wenn Sie endlich am hinteren Ende Ihres Grüns angelangt sind.

Bei weiter steigender Flächengröße sollte Ihr perfekter Rasentraktor natürlich mitwachsen. Im Allgemeinen gilt: Je stärker der Motor einer Maschine, desto größer ist auch ihre Schnittfläche.

Frage #4: Wie ist das Gelände beschaffen?


Garten mit verwinkelten Ecken und BeetenHoher Schwierigkeitsgrad: Gärten mit vielen Beeten, Ecken und Hindernissen 

Das letzte Entscheidungsmerkmal, um den besten Rasentraktor zu finden, richtet sich nach der Beschaffenheit Ihres Gartens. Zwei Aspekte spielen dabei eine zentrale Rolle: Wie verwinkelt ist Ihre Grünanlage und wie steil ist das Areal?

Verwinkelte Gärten: Wenn es eng wird

Sollte Ihr Garten aussehen, wie der Rasen eines durchschnittlichen Bundesligavereins, dann können Sie diesen Punkt getrost ignorieren. Falls es hinter Ihrem Haus dagegen weniger gerade zugeht und gepflasterte Pfade, Beete oder zahlreiche Bäume Ihr Grün zieren, dann ist ein wendiger Rasentraktor ein absolutes Muss.

Kleinere Aufsitzmäher haben hier natürlich Vorteile, können bei großen Gärten aber eventuell an ihre Leistungsgrenzen stoßen. Deswegen empfehlen wir für besonders verwinkelte Flächen einen Rasentraktor mit Frontmäher. So gelangen Sie mühelos auch in die kleinste Ecke Ihres Rasens, ohne dabei das halbe Blumenbeet zu gefährden.

Steile Gärten: Wenn es bergauf geht

Gärtner aus der norddeutschen Tiefebene dürfen diesen Absatz gerne überlesen, denn falls Sie von Ihrer Terrasse aus gefühlt bis zur Küste blicken können, ist dieses Kriterium für Sie unerheblich. Wohnen Sie allerdings in Hanglage oder sind stolzer Besitzer eines hügeligen Gartens, heißt es aufgepasst: Ihr Rasentraktor benötigt ausreichend Pferdestärken.

Denn bei diesem Gelände kommen Sie mit einem 12-PS-Rider nicht weit. 20 PS müssen es mindestens sein, um problemlos auch steilere Hänge mähen zu können. Achten Sie außerdem auf das Datenblatt des Rasentraktors; dort ist die maximale Steigung in Prozent immer vermerkt.

Die finale Entscheidung: So finden Sie endgültig den richtigen Rasentraktor

Haben Sie unsere vier Fragen für sich beantwortet –  Ihr Budget überprüft; geklärt, wie mit dem Schnittgut verfahren werden soll; die Mähfläche ausgemessen; auf besondere Wendigkeit und ausreichend Leistung geachtet – wird sich die Kandidatenliste für Ihren ganz persönlichen Rasentraktor deutlich reduzieren.

Aus über 200 Modellen ist eine überschaubare Anzahl geworden, aber vermutlich stehen immer noch eine Handvoll Rasentraktoren zur Auswahl. Doch genau an dieser Stelle kommen unsere Fachberater ins Spiel: Wenden Sie sich mit allen gesammelten Informationen einfach an unser Team, denn genau dafür sind wir da. Mit unserem Fachwissen und Ihren Kriterien schränken wir die Liste noch weiter ein und finden so endgültig Ihren perfekten Rasentraktor.

 

Titelbild von Bruno Kelzer. Weitere Bilder von Muhanad Alshoufy und Pankaj Shah.

 

Über die Redaktion

Online Redakteur Tim Fabiszewski bei inara schreibt

Tim Fabiszewski ist Content-Spezialist bei inara schreibt. Einfallsreiche und einzigartige Texte sind sein Fachgebiet, das er mit seiner SEO-Expertise fließend zu verbinden weiß. Sobald es sonnig wird, geht es auf den Basketball-Court, wo der nächste 3-Punkte Wurf nicht lange auf sich warten lässt.


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